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Warum meditieren?

STOPPING – WIE MAN DIE WELT ANHÄLT ist ein klassischer Dokumentarfilm: Wir begleiten vier engagierte Menschen zwischen London und Berlin auf Ihrer Suche nach innerer Klarheit und mehr Gelassenheit. Unsere Darsteller besuchen verschiedene Meditationskurse: Vipassana, Anthroposophische Meditation, MBSR und Zazen. STOPPING ist für alle spannend, die wissen wollen, was hinter dem Geheimnis des Meditierens steckt und warum immer mehr Menschen meditieren. Und für alle Anderen ist STOPPING ein Film, der ein gesellschaftliches Phänomen beleuchtet.

Meditation ist der einzige Weg zu wirklicher Freiheit – Meditation tut einfach gut – Meditation ist eine Kunst – Meditation erdet – Meditation schafft innere Ruhe – Meditation lässt einen Menschen zu Hause ankommen – Meditation gibt Kraft und Gelassenheit – Meditation macht den Menschen zu einem Menschen – Meditation macht den Menschen zu einem Buddha.

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Meditation wird das Yoga von heute

Viele moderne, westliche Menschen haben das Gefühl, dass ihnen im Leben etwas fehlt: Sie suchen nach Gelassenheit im Alltag, nach positivem Selbstbewusstsein, nach Erfüllung im Hier und Jetzt sowie nach Strategien der Konfliktbewältigung. Kann dabei Meditation helfen? Wir zeigen welche seriösen Meditationsformen praktiziert werden und wie sie funktionieren.
In STOPPING – WIE MAN DIE WELT ANHÄLT erleben wir, was Meditieren in der Praxis bedeutet und wie es uns verändern kann. Berühmte Meditationslehrer und –lehrerinnen geben Tipps: Lama Ole Nydahl, Initiator des Diamentweg-Buddhismus, der weltweit viele Menschen mobilisiert, Pater Anselm Grün, aus der christlichen Tradition kommend, Fred von Allmen, Marie Mannschatz, Bhante Nyanabodhi, Meister Tenryu Tenbreul, und viele andere erklären lebensbezogen den philosophischen Hintergrund des Meditierens und erläutern die unterschiedlichen Varianten.

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Vipassana Meditation

Im Film reist Friedrich, ein junger Arzt aus Berlin, ins Buddha-Haus im Allgäu. Dort nimmt er an einem Vipassana-Meditations- und Schweigekurs teil. Sein Resümee bewegt: „Es ging vorallem darum loszulassen und zuzulassen. Und es ging darum im Jetzt anzukommen, den Moment zu erleben, den Moment anzunehmen und ihn dann wieder loszulassen.“

Die Drehorte der Vipassana-Episode:
Berlin, Beatenberg (Schweiz), Buddha-Haus und Waldkloster in Oy-Mittelberg (Allgäu).  Interviews mit Bahnte Nyanabodhi, Fred von Allmen, Dr. Paul H. Köppler.

 

Bahnte Nyanabodhi
Bahnte Nyanabodhi

Interview und Treffen mit Fred von Allmen im Meditationszentrum Beatenberg in der Schweiz.

„Meines Erachtens ist Meditation immer etwas sinnvolles. Im Speed und Lärm unserer Gesellschaft kann es sicher nur gut sein, ab und zu innezuhalten und für einen Moment lang ‚wieder zu Sinnen zu kommen‘.

Dabei reicht die Skala des Möglichen von Beruhigung und Entspannung über Heilung von körperlichen und emotionalen Problemen bis zu spirituellen Erfahrungen des Erwachens, die Herz und Geist zutiefst befreien und lebendige Verbundenheit mit dem Leben bewirken.

Wie weit wir es bringen, hängt wohl davon ab, welche Methoden wir anwenden und ob wir diese korrekt verstanden haben, ob wir mit eigennützigen oder eher mit altruistischen Absichten meditieren, und schließlich von dem Mass unseres Bemühens und unserer Ausdauer.“

Fred von Allmen
Fred von Allmen
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Anthroposophische Meditation

Uta möchte gelassener im Alltag werden. Sie erlernt im Film Methoden der Anthroposophischen Meditation. Techniken, die für Rudolf Steiner elementar waren und zum Menschsein einfach dazu gehörten.

 

Die Kurse von Agnes Hardorp und Thomas Mayer bieten ein breites Programm für Interessierte und Liebhaber der anthroposophischen Meditation. In den Einführungskursen wird versucht die „Verbindung mit dem höheren Selbst“ einzugehen, durch Meditation über Texte, Farben und Gegenständen. In den Themenkursen kann genauer auf Schwerpunkte eingegangen werden, wo man mit Texten und Mantren von Steiner in Kontakt mit den Elementarwesen (z.B. über Pflanzen ) oder auch Christus treten kann. Dabei wird intensiv auf Texte und Bilder eingegangen und betrachtet, wie die Anthroposophie zu Christus und den Elementarwesen steht.

http://www.anthroposophische-meditation.de/

 

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mindfulness based stress reduction (MBSR)

Dorothea macht einen achtwöchigen MBSR-Kurs bei der Meditationslehrerin Chantek McNeilage in London. Frau McNeilage arbeitet am „Centre for Mindfulness Research and Practice“ (Zentrum für Achtsamkeit – Forschung und Praxis) an der Bangor University in Wales, wo die Lehre der „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (Achtsamkeits basierte Stressreduzierung) gelehrt und gelernt wird. Nach dieser Meditationsform, die von Jon Kabat-Zinn entdeckt wurde, kommt es darauf an sich seinem eigenen Selbst zuzuwenden. Man konzentriert sich zuerst auf nur einen inneren Punkt, nur einen Gedanken, um dem Stress im Alltag zu entkommen und sich selbst besser kennen- und akzeptieren zu lernen. Die Aufmerksamkeit/Achtsamkeit wird nach Innen gelenkt.

Chantek McNeilage
Chantek McNeilage

Hintergrundinformation Meditation und Depression,  Artikel des Schwäbischen Tagblatts
An der Universität Tübingen wird im Rahmen eines Forschungsprojekts eine Gruppentherapie zur Vorbeugung von wiederkehrenden Depressionen kostenlos angeboten.

Tübingen. Depression ist zur Volkskrankheit geworden: Rund 20 Prozent der deutschen Bevölkerung erleiden mindestens einmal im Leben eine depressive Phase. „Und bei vielen kommt sie immer wieder – es sei denn, sie ändern etwas an ihren Lebensumständen und ihrem Umgang mit der Depression“, betont Vladimir Bostanov. „Dafür müssen wir aber die Wurzeln des Leidens und die Quellen von Glück und Freude in uns selbst finden“, erklärt der Wissenschaftler von der Uni Tübingen.

Negatives Denken und das Grübeln über emotionale Probleme sind typisch für Menschen, die immer wieder in Depressionen fallen. Gerade für solche Menschen ist die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT, vom englischen: mindfulness-based cognitive therapy) entwickelt worden. MBCT ist eine achtwöchige Gruppentherapie mit einem sehr hohen Trainingsanteil. Denn zwischen den Wochensitzungen sollen die Klienten jeden Tag 45 Minuten ein selbständig Übungsprogramm absolvieren. „Klinische Studien haben gezeigt, dass MBCT das Risiko eines Rückfalls um die Hälfte reduziert.“

Die Grundfähigkeit, die in einem MBCT-Kurs entwickelt wird, ist die Achtsamkeit: Die Fähigkeit, die eigene Aufmerksamkeit ausschließlich auf die direkte Erfahrung des Augenblicks zu richten, ohne das Erlebte als gut oder schlecht zu bewerten.

„Im Alltag funktionieren wir nach bestimmten Verhaltens- und Gedankenmustern, ohne dass es uns überhaupt bewusst wird, wie sehr unsere Reaktionen automatisiert und vorprogrammiert sind.“ Der Frust über die eigenen Fehler führt depressive Menschen in einen Teufelskreis, aus dem sie nur schwer heraus finden. „Wir reagieren mit Ablehnung, Widerstand oder Resignation und verstärken dadurch dieselben Muster, die wir eigentlich ändern wollen“, erklärt Bostanov.

An der Universität Tübingen laufen seit fast vier Jahren wissenschaftliche Studien zu den Wirkmechanismen von MBCT unter der Leitung von Martin Hautzinger (Psychologisches Institut) und Boris Kotchoubey (Institut für medizinische Psychologie). Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Bisher haben schon mehr als 70 Menschen daran teilgenommen und die Forscher konnten feststellen, dass bestimmte Hirnströme der TeilnehmerInnen durch das MBCT-Training verstärkt werden. „Es wird angenommen, dass die Verstärkung dieser Hirnströme eine stabilere Achtsamkeit widerspiegelt, insbesondere die Resistenz gegen negative Gedanken und Grübeln“, sagt Bostanov. Diese Hypothese wird jetzt in einer neuen Phase des Projekts genauer geprüft.

Dr. Vladimir Bostanov
Dr. Vladimir Bostanov
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Große Meister & berühmte Lehrerinnen

„Verabschieden Sie sich von Illusionen und schauen Sie, wie es Ihnen wirklich geht. Ja sagen zu sich selbst, in der eigenen Durchschnittlichkeit, dann ist das Leben lebenswert.“ (Pater Anselm Grün in STOPPING)

Pater Anselm Grün
Pater Anselm Grün
Marie Mannschatz
Marie Mannschatz

 

 

 

 

 

 

In STOPPING kommen Berühmtheiten zu Wort und geben Tips. Mit dabei: Fred von Allmen, Anselm Grün, Marie Mannschatz, Lama Ole Nydahl, Bhante Nyanabodhi, Meister L. Tenryu Tenbreul, Dr. Paul H. Köppler und viele Andere.

Lama Ole Nydahl
Lama Ole Nydahl
Bhante Nyanabodhi
Bhante Nyanabodhi

 

 

 

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Zazen

3 x täglich 90 Minuten meditieren, das sind 3 Fußball-Länderspiele täglich. Nico sieht seinen Aufenthalt im Zen-Kloster Schönböken eher sportlich.

 

„Es wird immer Gedanken geben. Manchmal ist der Himmel für einen Augenblick ganz klar, dann tauchen Wolken auf. Beim Zazen bedeutet der Moment der Klarheit nicht, das ist das Besondere und die Wolken sind das Gewöhnliche. Wolken und Klarheit wechseln sich einfach ständig ab.“ (L. Tenryu Tenbreul in STOPPING)

Regisseur Bernhard Koch (rechts) im Gespräch mit Meister L. Tenryu Tenbreul (links), Präsident der Zen-Vereinigung Deutschland, über das Üben von Zazen, Rituale, Übungsgruppen, Erleuchtung und wie Meditation ganz einfach hilft, die Wirklichkeit zu erkennen.

„Ich würde nie zu jemanden sagen, du musst einen Meister haben. Das ist eine Frage der Begegnung. Das ist fast schicksalhaft,“ meint Meister Tenbreul, der lange Jahre Schüler des großen Deshimaru Roshi war.“

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Diamantweg Buddhismus


Photo © Volen Evtimov

Dreharbeiten in Berlin und beim Sommerkurs in Immenstadt, Allgäu: Der Diamantweg Buddhismus orientiert sich stark an dem bekannten tibetischen Buddhismus. Allerdings ist diese Lehre eine westliche Form der Meditation und Lebenshaltung und wird von Laien gelehrt, die sich intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Es geht hierbei um die „reine Sicht im Alltag“, die nicht von Schmerz und Problemen verhindert sein soll. Die Meditation hilft dabei die inneren Energien zu verwirklichen und außerhalb der Innerlichkeit seine „Buddhanatur“ zu entdecken. Lama Ole Nydahl ist ein Hauptvertreter des Diamantwegbuddhismus, der selbst sagt: „Sich wie ein Buddha benehmen, bis man zum Buddha geworden ist.“